Julius Hermann Grüttner
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Inhalt
Vorwort
Er wurde im Nachlass von Johann Gottlieb Grüttner an erster Stelle als Erbe genannt, weshalb ich davon ausgehe, dass es sich um seinen Sohn handelt. Die folgenden Angaben beruhen größtenteils auf Schlussfolgerungen, die ich aus belegten Quellen gezogen habe. Die zugrunde liegenden Belege und Herleitungen lege ich dabei offen.
Biografie
| Alter | Ereignis | Datum | Ort | |
|---|---|---|---|
0 |
seine Geburt | vermutlich vor 1819 | |
| Diese Vermutung stützt sich darauf, dass Johann Gottlieb Grüttner im August 1820 eine Tochter bekam, die Kirchenbücher von Berbisdorf ab 1822 vorliegen und auch die weiteren Kinder in Berbisdorf geboren wurden. | |||
| Geburt seines Sohnes | um 1857 | Tiefenfurt | ||
| Sein Sohn Robert wird geboren. | |||
| Grundstücks-Zwangsverkauf | Mo, 08.10.1866 | Görlitz | ||
Er muss als Hausbesitzer und Riemermeister sein Grundstück zu Cunnerwitz verkaufen. [2]
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| Wohnort | 1868 | Görlitz | ||
Er wohnt in der Mittelstraße 17. Das ist ein Mehfamilienhaus. [3]
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| Wohnort | 1872 | Görlitz | ||
Er wohnt in der Fleischerstraße 6 in der Altstadt. An dieser Adresse wohnte 1868 der Viktualienhändler Feige. [3]
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| Sein Tod | zwischen 1872–1874 | Görlitz | ||
In den Addressbüchern von Görlitz erscheint 1874 seine Witwe. Sie wohnt Hirschwinkel 2. [3] | |||
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Recherche
In der Nachlassregelung von 1897 erscheinen vier namentlich genannte Personen. Es liegt nahe, dass es sich hierbei um die Kinder von Johann Gottlieb Grüttner handelt, vermutlich in der Reihenfolge ihres Alters aufgeführt. Allerdings fand er keine Erwähnung in der Hirschberger Einwohnerrolle von 1860.
Angesichts des hohen Lebensalters von Johann Gottlieb Grüttner (nahezu 84 Jahre) ist es unwahrscheinlich, dass ein Bruder damit gemeint gewesen sein könnte.
Diese Anzeige enthält Informationen zum Zeitpunkt des Todes von Amtmann Grüttner 1858, als auch nachträglich ergänzte Daten von 1897 - sofern man diese kannte.
In den Addressbüchern von Görlitz [3] fand ich folgende Informationen
- 1850 wohnte der Thorkontrol., Oberm. 98
- 1852 wohnte weder Grüttner noch Feige in Görlitz.
- Riemermeister Julius Hermann Grüttner wohnte 1868 in der Mittelstraße 17 und 1872 Fleischerstraße 6. Im Adressbuch 1864 wird er nicht gennant.
- In der Fleischerstraße 6 wohnte 1868 der Viktualienhändler Feige (später nicht mehr).
- 1874 wohnte im Hirschwinkel 2 die Witwe Henriette Louise Grüttner, geb. Friebe verw. Riemermeister, 1877 wohnte sie Lunitz 17.
- 1880 wohnte die Witwe Henriette Louise Grüttner, geb. Friebe verw. Riemermeister und der Eisendreher Gustav Adolph Robert Grüttner in der Breslauer Straße 32. Das könnte ihr Sohn gewesen sein.
- 1882 kehrt die Witwe Henriette Louise Grüttner wieder in die Lunitz 17 zurück, wohnte 1886 in der Hohestraße 3.
- 1882 wohnt der Eisendreher Gustav Adolph Robert Grüttner in der Heiligegrabstraße 7.
- 1864 wohnte Friederike Grüttner geb. Henke, verwittwete Chausseegeld-Einnehmer Heiligegrabstraße 5a.
- ab 1888 wird die Witwe Henriette Louise Grüttner nicht mehr genannt.
In dem Index der Standesamtregister von Görlitz [1] ist Henriette Grüttner geborenen Fiebig verzeichnet. Sie starb am 8.Juli 1886.
Hieraus ergibt sich.
- Riemermeister Julius Hermann Grüttner starb zwischen 1872 und 1874.
- Seine Frau Henriette Louise Grüttner, geb. Friebe starb am 8.Juli 1886.
- wahrscheinlich war der Eisendreher Gustav Adolph Robert Grüttner ihr Sohn.
Bei Ancestry fand ich Schlosser Robert Grüttner, geboren in Tiefenfurt, Sohn des Sattlers Hermann Grüttner und seiner Ehefrau Luise geborene Friebe, beide verstorben, zuletzt wohnhaft in Görlitz. Er starb am 25. Dezember 1909 im Gefängnis-Lazarett in Tegel mit 52 Jahren.
Das bedeutet Julius Hermann, falls er das erste Kind ist, muss kurz zwischen 1810-1819 geboren wurden sein. Dann würde ein spätes Kind im Alter von ca. 40-50 Jahren noch passen.
Die ev. Kirchenbücher von Berbisdorf stehen nur von 1822-1840 zu Verfügung. Somit muss über andere Wege geforscht werden.
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